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Informationen für Besucher

Weitere Sehenswürdigkeiten

 

Die Bayerische Schlösserverwaltung betreut in der Umgebung auch die Kaiserburg Nürnberg, die Residenz und den Hofgarten Ansbach sowie die Festungsruine Rothenberg bei Schnaittach.

Kaiserburg Nürnberg mit Burggarten

 

Bild: Kaiserburg Nürnberg

Die Nürnberger Burg war im Mittelalter eine der bedeutendsten Kaiserpfalzen des Heiligen Römischen Reichs. Über älteren Bauten aus der Zeit der Salier errichteten die Staufer und ihre Nachfolger eine große Burganlage, zu deren ältesten erhaltenen Teilen die kaiserliche Doppelkapelle (um 1200) gehört. Die kaiserlichen Wohn- und Repräsentationsräume im Palas verfügen teilweise noch über Vertäfelungen aus Spätmittelalter und Renaissance.

In der Dauerausstellung »Kaiser – Reich – Stadt. Die Kaiserburg Nürnberg« werden nicht nur Bestand und Funktion der Kaiserburg anschaulich erklärt, sondern auch Wissenswertes über das Heilige Römische Reich Deutscher Nation und die Rolle Nürnbergs im Spätmittelalter für große und kleine Besucher spannend und anregend vermittelt.

Neben dem eigentlichen Burggarten befindet sich auf der Kaiserburg noch der sogenannte Maria Sibylla Merian-Garten, der an die bedeutende Nürnberger Künstlerin und Naturforscherin erinnert.


Residenz und Hofgarten Ansbach

Die Residenz entwickelte sich aus einer spätmittelalterlichen Anlage. In der Gotischen Halle der Residenz Ansbach befindet sich heute eine bedeutende Sammlung Ansbacher Fayencen und Porzellane. Ihre jetzige Gestalt erhielt die Residenz im 18. Jahrhundert durch Gabriel di Gabrieli und Karl Friedrich von Zocha. Leopold Retti schuf die Innenausstattung des frühen Rokoko.

 

Bild: Residenz Ansbach

Sehenswert sind auch das Deckenfresko des Festsaals von Carlo Carlone, die Gemäldegalerie mit Werken des Rokoko und Gemälden aus der ehemals markgräflichen Galerie (Zweigmuseum der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen) sowie die Sammlung Meißener Porzellane im Spiegelkabinett.

Im gegenüberliegenden Hofgarten mit Orangerie ist auch ein Rosen- und Heilkräutergarten zu besichtigen.


Festungsruine Rothenberg bei Schnaittach

An der Stelle der barocken Festung stand ehemals eine mittelalterliche Burg. Über die Burggrafen von Nürnberg gelangte der Rothenberg an Kaiser Karl IV., der als König von Böhmen damit einen Vorposten seiner Hausmacht gewann.

 

Bild: Festungsruine Rothenberg

Während des Dreißigjährigen Krieges spielte die von bayerischen Truppen besetzte Burg eine für die protestantische Reichsstadt Nürnberg sehr nachteilige Rolle. Im Spanischen Erbfolgekrieg wurde die inzwischen stark befestigte Burg 1703 von den kaiserlichen Truppen eingenommen und gründlich zerstört. Nach dem Friedensschluss von 1714 ließ Kurfürst Max Emanuel die Festung stärker als ehedem wieder aufbauen. Im österreichischen Erbfolgekrieg bewährte sie sich glänzend, als sie 1744 dem Ansturm der österreichischen Armee standhielt. Nach den Napoleonischen Kriegen verlor die Festung Rothenberg an Bedeutung, wurde 1841 geräumt und endgültig dem Verfall preisgegeben.

1966 ging die Ruine an die Bayerische Schlösserverwaltung über, die seither bemüht ist, den Verfall aufzuhalten und die dafür Sorge trägt, dass die Bastion Schnaittach als Aussichtsplattform und ein großer Teil der gewaltigen Kasematten von Besuchern im Rahmen von Führungen begangen werden können.

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