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Feuer frei! Wehrtechnik im 15. Jahrhundert

Sonderausstellung – 13. Mai bis 11. September 2022

 

Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten der Cadolzburg zugänglich und im Eintrittspreis enthalten.

Denkbar schwer ist es in Zeiten, in denen Krieg in Europa so präsent ist wie lange nicht mehr, zu historischer Kriegstechnik eine Ausstellung zu gestalten. „Feuer frei! Wehrtechnik im 15. Jahrhundert“ möchte keineswegs Krieg verherrlichen. Vielmehr beleuchtet die Ausstellung Facetten und Folgen der Entwicklung der Feuerwaffen im späten Mittelalter.

 

Bild: Ausstellungsplakat

Krieg ist auch ein fester Bestandteil der Geschichte Cadolzburgs. Die Protagonisten des 15. Jahrhunderts, Kurfürst Friedrich und Albrecht Achilles, waren während ihrer Herrschaftszeit in zahlreiche kriegerische Kämpfe verwickelt und setzten dabei schon früh Feuerwaffen ein: von gewehrartigen Hand- über große Steinbüchsen bis zu beweglicheren Bock- oder Tarrasbüchsen. Die Burg wurde zwar nie eingenommen, sie und ihre Bewohner passten sich jedoch auch mit einem großen Waffenarsenal und baulichen Veränderungen an die neuen Kriegstechniken an. Hochbezahlte und namentlich bekannte Fachkräfte aus ihrem Hofstaat, die „Büchsenmeister“, waren verantwortlich für deren erfolgreiche Nutzung – selbst für solche Experten war das aber nicht immer gefahrlos.

Jenseits der konkreten Cadolzburg-Bezüge vermittelt die Ausstellung aber auch, wie man mit Experimenten herausfand, welche Zusammensetzung von chemischen Stoffen und natürlichen Materialien welche Wirkung unter Verteidigern und Angreifern hatte. Seltene Leihgaben der Kunstsammlungen der Veste Coburg führen vor Augen, welche schreckliche Vielfalt die explosiven Fantasien annahm.

Begleitende Veranstaltungen und Vermittlungsprogramme erklären die Grundlagen, Gefahren und teils schrecklichen Folgen dieser spätmittelalterlichen Wehrtechniken, ohne die Teilnehmereinnen und Teilnehmer selbst irgendwelchen Risiken auszusetzen.


 
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