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Burg Cadolzburg

Baugeschichte

Bild: Cadolzburg

 

Die auf einer steilen Felsnase gelegene Hauptburg besitzt eine imposante Ringmauer, die, wie das Haupttor und der sog. Palas (ein Teil des Neuen Schlosses), aus dem 13. Jahrhundert stammt. Von einer möglichen Vorgängerbebauung des Areals zeugt heute nur noch das Krypta genannte Untergeschoss der ehemals freistehenden Kapelle. Der Kernburg vorgelagert ist eine geräumige Vorburg, in der zunächst die Sitze der Burgmannen und in der Renaissance ein Garten lagen.

In der Kernburg schließen an die hochmittelalterliche Ringmauer die beiden Baukörper des Alten und des Neuen Schlosses an, die durch den Kapellentrakt verbunden werden. Der an den Kapellentrakt anschließende Teil des sog. Neuen Schlosses gehört zur ältesten Bebauung des Burgareals um 1250. Daran anschließend wurde das Neue Schloss um 1600 erheblich erweitert.

Das Alte Schloss ist ein Neubau des 15. Jahrhunderts unter Kurfürst Friedrich I. Die repräsentative Raumgestaltung des 2. Obergeschosses – Saal der Eichensäule  und Erkersaal – dürfte wie das ehemalige kurfürstliche Fachwerkgeschoss darüber unter Albrecht Achilles nach 1473 entstanden sein.

Kurz vor Kriegsende am 17.4.1945 ging die Burg in Flammen auf. Die stürmischen Feuerwogen konnten tagelang nicht gelöscht werden, die Kernburg verlor ihre Dächer und Zwischendecken. Jahrzehntelang blieb die Ruine offen stehen, der Bauzustand wurde immer desolater.

Die Bayerische Schlösserverwaltung hat in den letzten Jahrzehnten den Burgfelsen und die Bausubstanz gesichert, vieles (teils mit ziemlich deutlich sichtbaren modernen Materialien und Vorstellungen) wieder aufgebaut und den Ausbau der Innenräume im Alten Schloss 2016 abgeschlossen.


Plan der Burganlage

Plan der Burganlage

Hier finden Sie eine vergrößerte Version des Plans mit Legende.

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